Ab heute lebt die Menschheit auf Pump


Ab Mittwoch den 2. August 2017 hat die Menschheit ihre für dieses Jahr bereits verfügbaren Ressourcen verbraucht. Das teilte die Naturschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) in Berlin mit. Damit ist der "Welterschöpfungstag" (Englisch: Earth Overshoot Day) um sechs Tage im Vergleich zum Vorjahr nach vorne gerutscht. Tendenz steigend. Deutschland hat den Overshoot Day bereits im April erreicht. Das der Überlastungstag weltweit zum heutigen Tage erreicht wurde liegt am niedrigeren Verbrauch der Entwicklungs- und Schwellenländer; das drückt den Durchschnittswert.


Ab heute leben wir auf Pump. Weil wir mehr CO2 in die Atmosphäre geblasen haben, als unsere Ozeane und Wälder absorbieren können. Weil wir schneller gefischt haben, als sich die Fischbestände erholen. Weil wir rascher Bäume gefällt haben, als sie nachwachsen.


Die Folgen sind heute schon spürbar. Die Polkappen schmelzen, die Meere übersäuern, Süßwasserquellen versiegen, Wälder schrumpfen, Landschaften versteppen, Tier- und Pflanzenarten sterben aus, die Fischbestände schwinden, die Wetterlagen werden extremer … Je weiter sich der Earth Overshoot Day im Jahr nach vorne schieb, desto katastrophaler werden sie ausfallen. Vor allem ärmere Länder sind heute schon betroffen.



Wenn wir unverändert so weiter machen wie bisher, benötigen wir bis zum Jahr 2030 einen zweiten Planeten, um unseren Bedarf zu decken. Höchste Zeit, dass wir umsichtiger mit unseren Ressourcen umgehen.

10 Beispiele, wie jeder von uns etwas zum Schutz
unseres Planeten beitragen kann:


1. Nahrungsmittelabfälle vermeiden
Kauft umsichtig ein und wirft weniger weg. Mindestens haltbar heiß noch lange nicht, dass man es nach Ablauf des Datums nicht mehr essen kann.

2. Leitungswasser trinken statt Plastikflaschen zu kaufen
Das deutsche Leitungswasser ist herrvoragend (bestätigt von Stiftung Warentest). Vor allem möchte ich hier an die Münchner appelieren! Unser Leitungswasser zählt zu den besten Europas. Jegliche Grenzwerte werden nicht nur eingehalten sondern sogar unterschritten und ist sogar für Babynahrung geeignet (mehr Infos auch unter swm.de). So ersparen wir unseren Meeren jede Menge schwer abbaubaren Kunststoff.

3. Weniger Fleisch konsumierren
Muss es denn jeden Tag Fleisch sein? Gemüseanbau, vor allem biologischer, verursacht weniger CO2 als Fleischproduktion.

4. Papier sparen
Statt neuer Bücher lieber aus Biblotheken leihen oder auf Flohmärkten kaufen. Zwar brauchen E-Books Strom schonen dafür aber unsere Wälder. So wenig wie möglich ausdrucken und mit Schmierpapier achtsam umgehen. Bei Servietten, Taschentüchern, Küchen-, und Klopapier, sowie Schreibblöcken lieber Recyclingpapier wählen.

5. Upcycling 
Viele neigen dazu günstige Möbel zu kaufen und kaputtes schnell wieder wegzuschmeißen. Vielleicht mal dem alten Bauernschrank einen neuen Anstrich verpassen, oder den abgewetzten Sessel mit neuem Stoff beziehen zu lassen.

6. Kleider und Accessories auch mal Second-Hand kaufen. 
Oft findet man wahre Schätze auf Flohmärkten. Second-Hand Designermode gibt es z.B. bei Rebelle und Vite EnVouge. Das schon auch den Geldbeutel.

7. Ein paar Tage einfach mal nichts kaufen

8. Fahrrad statt Auto
Auch die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln schenkt uns in den Städten und unserem Planeten bessere Luft.

9. Pflanzen
Egal ob ein Kübel am Festerbrett, der Balkonkasten oder im Garten, pflanzen kann man überall. So geben wir unseren Bienen eine Heimat, die als Bestäuber für ein intaktes Ökostystem sorgen.

10. Zu grünem Strom wechseln 
Kohle bläst nicht nur jede Menge CO2 in die Luft, sie verschmutzt auch unsere Gewässer. Wind- und Solarenergie tragen dazu bei, dass sich die Ökosysteme unserer Flüsse und Meere regenerieren können.


Wäre es nicht schön unseren Kindern eine Welt zu hinterlassen, so wie wir sie einst vorfanden?




Einige Dinge dieser Liste setzte ich tatsächlich schon lange konsequent um. Bei anderen Punkten hapert es ein bisschen, da muss ich mich an der eigenen Nase packen und an mir selber arbeiten.

Wie sieht es bei euch mit dem Thema aus. Macht ihr euch auch Gedanken um unsere Zukunft, die Zukunft unserer Kinder und die unseres Planeten?


Ich wünsche euch noch eine schöne Woche! Alles Liebe, eure Tanja


Kommentare:

  1. Sehr schöner, wichtiger Post mit tollen Bildern und ganz mein Geschmack! Noch viel, viel mehr Menschen müssten umdenken, das denke ich auch jeden Tag und so gut wie all Deine Punkte verfolge ich bereits, bis auf einen...ich hasse radfahren einfach. Mich macht das aggressiv. Lieber gehe ich weitere Strecken zu Fuß. Nebenbei, ich finde es sowieso erschreckend, wie leichtfertig mit der Natur umgegangen wird, allein schon, wenn man sieht, wie schönste Landschaften zugemüllt werden. Ich werde das nie verstehen, warum man seinen Müll einfach überall hinwerfen muss.
    LG
    Tinka

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    1. Liebe Tinka,
      ich danke dir für deine Worte! Ich hatte schon befürchtet, dass das Thema niemanden interessiert. Mit dem Müll geht es mir genauso wie dir! Ich kann das auch nicht nachvollziehen, wie Leute einfach ihren Müll auf den Boden werfen können. Möchte man wirklich im Müll leben? Wie schön, dass der Müll in den Städten, Stränden und in der Natur von anderen weggeräumt wird. Leider gibt es auch genügend Orte wo das keiner übernimmt. Ich finde das echt schlimm!
      Danke, dass du da Thema angeschnitten hast! Darüber kann ich mich auch echt aufregen!
      Liebe Grüße,
      Tanja

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  2. Liebe Tanja,
    ich finde deinen post sehr wichtig! Schön Naturaufnahmen zum Nachdenklichen Thema!
    LG Marita

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    1. Danke dir liebe Marita!
      Ich bin froh, wenn auch mal ernste Themen auf meinen Blog konsumiert werden. Leider ist eben nicht alles heile Welt!
      Liebe Grüße und danke für deinen Kommentar!
      Tanja

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  3. Liebe Tanja,

    ich habe gerade Feierabend und schau vorbei. Diese Fotos tun so gut. Wie schön doch die Natur ist. Leider wird sie von vielen Menschen nicht beachtet und wird ausgebeutet bis nichts mehr da ist.

    Danke für das wichtigste Thema auf der Welt.

    Ich leite ein Naturschutzgebiet (darüber mehr bei Bedarf in einer Mail).Ich selbst leben so, dass die Natur ihre Berechtigung beibehält. Denn die Natur braucht uns nicht aber wir sie schon.

    Nachdenken tun die wenigsten, sie sagen es zwar aber machen weiter wie bisher. Gedanken um unsere Zukunft, die Zukunft unserer Kinder und die unseres Planeten mache ich mir schon seit Jahren.

    Traurig macht es mich wie wenig dafür tatsächlich getan wird. Mein Konsum ist so gering, mein Wasser habe ich immer im Haus (Leitungswasser), Papier selten und wenn nur Umweltfreundlich. Auto habe ich nicht, weil ich mich schon in jungen Jahren gegen den Führerschein entschieden habe. Und meine Liste geht weiter deswegen höre ich auf. Es würde den Rahmen sprengen.

    Wünsche mir, dass die Menschheit aufwacht. Es muss etwas passieren und dann ist das gejammer groß.

    Dein Beitrag spricht mir aus der Seele. Gute Nacht.

    Liebste Grüße

    Aurelia Cashea

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    1. Liebe Aurelia Cashea,
      du leitest ein Naturschutzgebiet! Das ist ja toll!!! Davon musst du mir unbedingt mehr erzählen!
      Ich finde es toll, dass du dich so vorbildlich verhälst! Menschen wie dich müsste es eh noch mehr geben auf dieser Welt!
      Liebe Grüße,
      Tanja

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  4. Liebe Tanja,
    danek für Diesen wunderbaren, und auch nachdenklich machenden Post, der uns allen wieder in Erinnerung ruft, daß nichts unendlich ist!
    Viele Deiner genannten Punkte setze ich auch schon lange um, aber, an einigen muss auch ich weiter und konsequent arbeiten.
    es ist lange nicht mehr die heile Welt, in der wir aufgewachsen sind ...
    DANKE für diesen Post, liebe Tanja!
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

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    1. Danke dir für deine wunderbaren Worte liebe Claudia!
      Ich finde es toll, dass du einige dieser Punkte schon lange umsetzt!
      Ich wünschte mehr Menschen würden das tun.
      Liebe Grüße,
      Tanja

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  5. Sehr schöner Post liebe Tanja zum nachdenken und bewusster werden.
    Tolle Bilder auch wenn ich mir nicht so viele Gedanken um die Zukunft mache, ich hab das immer gemacht aber musst feststellen, alles im Leben kommt anders und daher lebe ich im hier und jetzt.
    Alles Liebe vom Reserl

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    1. Das hast du wohl Recht liebes Reserl! In vielen Sachen mache ich mir auch nicht mehr so viel Gedanken wie früher. Aber das die Menschen so einen schlimmen Raubbau mit der Natur betreiben finde ich schon bedrückend!
      Liebe Grüße,
      Tanja

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  6. Liebe Tanja,oh ja das ist ein Thema das mich schon lange beschäftigt.
    Ich wohne ja wirklich noch in einer Gegend wo wir Natur pur spüren,aber es macht mich oft traurig wie Rücksichtslos manche Menschen umgehen mit der Natur.
    Deine Punkte befolge ich zum Großteil..der Kaufrausch mancher Leute unter den Bloggern ist für mich auch bedenklich..
    Ich wünsche dir schöne Ferien..Edith.

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    1. Liebe Edith,
      du wohnst wunderschön! Mein Vater wohnt auch so idyllisch! Ich finde unsere Stadt hat sich sehr zum negativen verändert. Ich möchte in Zukunft auch naturverbundener Leben. Und ich wünsche mir für meinen Sohn und die Kinder meines Sohnes, dass nicht noch alles schlimmer wird.
      Liebe Grüße,
      Tanja

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